Geschichte #5

Verdammt, war ich frustriert!

Kennst du das Montag-Morgen-Syndrom?

Ich hatte das über Jahre!

In meiner Zeit als Finanzdienstleister machte ich über Jahre hinweg einen Job, der mich, Entschuldigung, ankotzte!

Ich freute mich bereits am Montag auf das Wochenende und war happy, wenn ich während meines Urlaubs mal für zwei Wochen nichts von dem ganzen Mist sehen und hören musste!

Aber weder konnte ich meine Wochenenden genießen, noch meine Urlaube.

An den Wochenenden wachte ich am Sonntag früh auf und dachte nur daran, dass ich am nächsten Tag wieder arbeiten musste.

Und im Urlaub war meist nur die erste Woche okay. In der zweiten wusste ich ja bereits, dass ich in wenigen Tagen wieder zurück musste, um wieder ein ganzes Jahr etwas zu tun, was ich lieber gelassen hätte!

Mittlerweile zeigte sich diese Unzufriedenheit auch körperlich.

Meine Haut spielte verrückt und ich hatte permanent mit Rückenproblemen und einem steifen Nacken zu kämpfen. Chronisches HWS-Syndrom hieß es dann vom Mediziner, bei dem ich mir demzufolge 1x wöchentlich eine Spritze abholte, um einigermaßen beweglich und schmerzfrei zu sein!

Ich weiß also wie es ist, wenn man im Job frustriert ist und auch, wenn das so massiv wird, dass sich das auf den Körper niederschlägt.

In meinen Seminaren habe ich es oft mit Menschen zu tun, die in Ihrem Job unglücklich und frustriert sind, die unter extremem Leistungsdruck stehen, an Burnout erkrankt waren und mit denen kaum noch etwas anzufangen war!

Aber diesen Teilnehmern war es ebenso wenig bewusst gewesen wie mir damals, was sie sich mit dieser beruflichen Frustration tagtäglich antun. Mir ging erst ein Licht auf, als ich aus dieser Branche weg war und seitdem nie mehr Nacken- oder Rückenprobleme hatte!

Körper und Geist sind eben nicht getrennt zu betrachten, denn jedes Wehwehchen hat auch eine Ursache!

Gesundheit, Glück, Zufriedenheit und Lebensfreude haben so unglaublich viel mit unserem Beruf zu tun, dass wir uns ganz genau überlegen sollten, ob wir genau das weiter machen wollen, insofern es uns missfällt, was wir zur Zeit tun!

Das Problem ist meist: Es mangelt meistens an guten Alternativen!

Vielen gefällt ihr aktueller Job nicht mehr, aber was tun?

Die Miete oder Hypothek muss bezahlt werden, die Lebenshaltung, die Kosten, Ansprüche und Ausgaben. Da kann man eben nicht, wie man möchte!

Stimmt, vielleicht nicht sofort.

Aber gut geplant, mit den richtigen mentalen Shortcuts und dem richtigen Konzept ist das nach einiger Zeit möglich. Garantiert!

Und weißt du, was das Schlimmste an einem unbefriedigenden Beruf ist?

Du schleppst den ganzen Frust auch in alle anderen Lebensbereiche. Und das ist dann die Hölle auf Erden! Hast du in einem Lebensbereich Probleme, infizierst du die anderen auch damit.

Probleme sind wie Viren, die sich wie eine Seuche ausbreiten!

Es ist wichtig zu verstehen, dass jegliches menschliche Verhalten nur ein Ziel hat: Wir wollen mehr Lebensfreude und Lebensqualität. Richtig?

Aber das schauen wir uns dann morgen an.

Lieben Dank für deine Zeit, wir kommen der Lösung immer näher.

In der nächsten und übernächsten Geschichte kommt es dann zur Lösung, okay?

Dir einen großartigen Tag und bis morgen!

Volker Knehr