Geschichte #2

Das waren nicht nur Geldprobleme.
Das war die ultimative Finanzkatastrophe!

Lass mich dir heute erzählen, was nach der Trennung von meiner Ex-Frau geschah und was genau mir dann buchstäblich den Boden unter den Füßen wegzog!

Bist du bereit? Let´s go!

Als ich mich von meiner ersten Frau trennte, war ich selbstständig im Bereich Finanzdienstleistungen und Unternehmensbeteiligungen.

Ich hatte mit zwei Geschäftspartnern zusammen eine Firma und Büros an mehreren Standorten. Meine Aufgabe bestand größtenteils darin, unsere Mitarbeiter im Verkauf zu schulen und zu trainieren und darin war ich auch wirklich gut!

Ach ja, was ich vielleicht noch dazu sagen sollte:


Elke, meine Frau, habe ich in unserer Firma kennengelernt, denn sie war eine unserer Mitarbeiterinnen im Verkauf! Das aber nur am Rande. Ich erwähne das nur, weil das später noch Bedeutung bekommt.

Zurück zu meiner Tätigkeit als Schulungsleiter:
Was mir an dieser Tätigkeit so gar nicht mehr gefiel, war der Bereich „Finanzen“.

Um ehrlich zu sein: ich wollte schon lange nicht mehr im Bereich Finanzdienste arbeiten, da ich für mich erkannt habe, dass es mir viel mehr Freude bereitet, Coachings, Seminare und Trainings durchzuführen. Das war es, was mich begeisterte, was mir richtig viel Spaß machte und das, wozu ich mich berufen fühlte.

Und so entschied ich mich im Jahr 2000 die Firma zu verlassen, um mich als Trainer und Coach selbstständig zu machen!

Mit meinen Geschäftspartnern hatte ich dann einen Deal:

Ich bekomme noch ein weiteres Jahr mein monatliches Geschäftsführergehalt weiter und verzichte im Gegenzug auf alle weiteren Ansprüche und Forderungen, die definitiv höher gewesen wären, als dieses Jahresgehalt.

Ich hatte in meiner ersten Mail bereits erwähnt, dass ich zu diesem Zeitpunkt finanziell etwas in Schieflage war, daher musste ich dieses „relativ hohe“ Gehalt auch unbedingt weiter bekommen. Wie sonst hätte ich mein neues Unternehmen aufbauen sollen?

Rücklagen hatte ich damals keine, denn an später denken, dafür war noch Zeit genug. So mein kleingeistiges Denken von damals.

Ich hatte also fest mit diesen monatlichen Einkünften geplant, gerechnet und mein kompletter Businessplan war darauf ausgerichtet!

Und dann, im zweiten Monat nach meinem Austritt, der Schock:

Mein Gehalt wurde mir nicht mehr bezahlt!

Mann oh Mann, wie blöd war ich damals! Ich hatte mir unsere Vereinbarung und unseren Deal nicht schriftlich geben lassen. Vertrauen und so – verstehst du? Wie blöd!

Nachdem ich den Fall dann von einem Anwalt prüfen lies, musste ich der brutalen Wahrheit ins Augen blicken:

Die beiden Kollegen hatten eine neue Firma gegründet. Ansprüche an diese könnte ich keine ableiten und ein Vertrag, der meine Forderungen geregelt hätte, lag nicht vor. Zwei gegen einen in einer möglichen Gerichtsverhandlung? Da muss man nicht studiert haben um zu wissen wie dieses Spiel bei der Beweislage ausgeht!

Da standen wir also.

Ich hatte meinen Job aufgegeben und, da ich bei uns den internen Vertrieb leitete, löste sich dieser mit meinem Weggang natürlich auch auf.

Elke hatte also auch keinen Job mehr. Mit ihr wollte ich sowieso das neue Trainings-Institut aufbauen, was jetzt aber zu einem unfassbaren Problem wurde.

Keine Einnahmen mehr. Null Rücklagen. Meine Frau hatte zwei Kinder mit in unsere Ehe gebracht, die auch zu versorgen waren. Kein Geld, um zu investieren. Kein Geld für Werbung. Kein Geld, um das Unternehmen aufbauen zu können! Frisch verliebt und pleite!

Ein Alptraum, kann ich dir sagen!

Um es kurz zu machen:
Wir hatten zu Beginn dann tausende potentielle Unternehmer telefonisch akquiriert und tausende von Absagen erhalten. Nichts funktionierte! Mit diesem ungeheuren finanziellen Druck war es mir einfach nicht möglich, in meinem Job gut zu sein und Kunden zu gewinnen!

Wie bitte sollte ich auch jemandem erklären können, wie verkaufen funktioniert, wenn ich es selbst gerade nicht auf die Kette bekomme?

Wir hatten geschlagene sechs Monate gekämpft. Telefonat um Telefonat, Aktion um Aktion. Nichts, aber auch rein gar nichts, funktionierte! Also keine Einnahmen.

Die Miete konnten wir nach einiger Zeit eben auch nicht mehr bezahlen. Den Kindern konnten wir nichts bieten und meiner Frau gegenüber fühlte ich mich wie ein Looser. Ich hatte zu kämpfen, um überhaupt etwas Essbares auf den Tisch zu bekommen!

Manchmal kommt es dann aber doch anders, als man denkt.

Ich erhielt eines Tages einen Anruf von einem der sehr großen Unternehmen, das mich gerne als Vertriebsleiter engagieren wollte. Bei dem folgenden persönlichen Gespräch wurde mir dann ein Vertrag angeboten, der all meine finanziellen Probleme auf einen Schlag löste.

Ich ging voller Begeisterung nach Hause und erzählte meiner Frau, dass wir aus dem ganzen Schlamassel raus seien, da ich einen Megavertrag angeboten bekam, der nur noch zu unterzeichnen war!

Was ich vergessen hatte zu sagen war:
Der Job war wieder in diesem Finanzbereich! Also was soll´s? Hauptsache wieder Geld in der Tasche!

Elke schaute mich an, drückte mir den Telefonhörer in die Hand und sagte:

"Ruf an und sag ab!"

Was soll ich tun? Absagen? Bist du wahnsinnig? Das ist die Rettung, auf die ich gewartet und gehofft hatte.

Elke sagte dann nur:

"Mein Schatz, du wolltest dieses Geschäft nicht mehr machen und du würdest es hassen! Ich will keinen Geldsack Zuhause sitzen haben, der kreuzunglücklich ist, weil er tagein tagaus etwas tun muss, was er hasst! Vorher fressen wir den Putz von der Wand! Wir bauen das Trainings-Unternehmen auf. Fertig!

Wir kommen schon irgendwie durch!"

Wow, das mal 'ne Ansage! Ich war zutiefst gerührt und sichtlich beeindruckt, denn damit hatte ich im Leben nicht gerechnet.

Ich nahm also das Telefon und sagte ab.

Sobald ich auflegte, zweifelte ich massiv an der Richtigkeit dieser Handlung. In meinem Kopf war der Teufel los!

Bin ich eigentlich noch zu retten? Da stecke ich bereits bis zum Hals im Dreck, bin kurz vor dem absaufen und schlage dann so ein unverschämt gutes Angebot aus? Mann, wie bescheuert kann man sein? -  so in etwa meine damaligen Gedanken:

Zu spät, ich hatte es bereits getan!

Und jetzt wurde alles noch viel, viel schlimmer!

Der Aufbau unseres Instituts funktionierte so gar nicht und die Stimmung war nach einer Zeit auch nicht mehr das, was wir uns mal erhofft hatten! Ja, und wenn du dann schon ganz unten bist, dann tritt, zumindest gefühlt, meist noch jemand nach.

Mein Vermieter wollte berechtigterweise seine Miete, ich hatte aber kein Geld. Ich sagte ihm, dass er mich wohl rausklagen müsse, da ich aktuell zahlungsunfähig sei und es an alternativen Unterkünften ebenso mangelt wie am Geld.

Er machte mir den  Vorschlag eventuell in dem Unternehmen, indem er als Vertriebsleiter tätig war, die Verkäufer zu trainieren. Er wollte mit seinem Chef sprechen und prüfen, ob er so etwas für mich (und so auch für sich) tun könnte!

Einige Tage später hatte ich dann einen Termin mit der Geschäftsleitung und 90 Minuten später auch einen Job!

Das Unternehmen bot sehr teure Staubsauger an und ich sollte den Vertrieb fitmachen! Das Ganze hatte aber einen kleinen Haken:

Für meine Arbeit bekam ich kein Geld, sondern Staubsauger, die ich dann selbst durchs Verkaufen zu Geld machen musste! Ganz ehrlich, das war die Hölle. Dagegen war das abgelehnte Finanzangebot der Himmel!

Und so gingen Elke und ich anschaffen! Ja anschaffen, denn ungefähr so muss sich das anfühlen!  Ein Sch…gefühl!

Also entwickelten wir Strategien, um Kunden zu gewinnen und verkauften dann Staubsauger. Verdammt teure Staubsauger. Zudem führte ich in diesem Unternehmen die Verkäuferschulungen durch!

Was für ein armseliges Bittsteller-Geschäft!

Ganz ehrlich:
Mir kann seit dieser Zeit niemand mehr sagen, "Geld sei nicht wichtig" oder "Geld wäre ja nicht Alles."  Dummes Geschwätz!

Wenn du so in der Sch… sitzt, glaub mir, dann würde so Mancher seine Seele verkaufen, um nur einigermaßen leben zu können. Leben möchte ich das ja gar nicht nennen, eher überleben!

Und was hätte ich dafür gegeben, wenn mir jemand gezeigt hätte, wie man mit solch' einer Situation umgeht, wie man sich aus einem solchen finanziellen und aussichtslosen Schlamassel wieder raus zieht und wieder zu Geld und Vermögen kommt!

Ich musste das dummerweise selbst herausfinden!

Nur um nicht falsch verstanden zu werden:

Heute bin ich für all' das sehr dankbar, keine Frage. Ich habe in dieser Zeit gelernt, wie das Geldspiel funktioniert und konnte so später Hunderten dabei helfen, ihre finanzielle Situation auf eine neue Ebene zu bringen! Auch weiß ich heute, wie man weitgehend passive, multiple Einkommensquellen aufbaut und kann somit sicherstellen, so eine Situation nie mehr erleben zu müssen!

Klingt fast nach einem Happy End, oder?

Aus heutiger Sicht betrachtet ist das auch so! Damals sah das aber ganz anders aus!

Ich musste also aufgrund von früheren Fehlschlägen einige Jahre sehr hart und sehr viel arbeiten und Dinge tun, die ich so nicht tun wollte! Und nicht selten bleibt dann eine Sache ganz brutal auf der Strecke, um die sich aber alles in unserem Leben dreht!

Für heute reicht es aber erstmal.

Morgen erfährst du, wie es danach weiterging!

Ich sage DANKE, dass du mir deine Zeit geschenkt hast und was immer du heute noch machst, genieße die Zeit und das, was du tust!

Und nur damit du es nicht vergisst:

Blocke den 21. April 2018, denn dort stelle ich dir ein Konzept vor, mit dem du auch deine Finanzen auf ein neues Level bringst!

 

Volker Knehr

Links zu den Geschichten:

#1 Meine "sauproblematische" Beziehung!
#2 Das waren nicht nur Geldprobleme. Das war die ultimative Finanzkatastrophe!
#3 Ich habe eine Sache brutal vernachlässigt! Dummer Fehler!
#4 Gut, wenn man sie hat. Schlecht, wenn man sie nicht hat!
#5 Verdammt, war ich frustriert!
#6 Diese zwei Prinzipien sollen jedes meiner Verhaltensmuster erklären?
#7 Da ist diese eine große Sache, die alles bestimmt und dominiert!